Ausflug in den Süden
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Ausflug in den Süden

📅 14. Februar 2018

Nach sechs Tagen Entspannung war es an der Zeit einen Ausflug zu unternehmen. Und so beschlossen wir die Insel zu erkunden.

Früh morgens wurden wir abgeholt und unserer erste Station war der Macondé Viewpoint an der Südküste von Mauritius. Über eine steile Treppe gelangt man auf einen Felsen, von dem aus man einen spektakulären Blick auf die geschwungene Küstenstraße und das Meer hat. Wir erlebten dort ein besonderes Naturschauspiel: Durch die Regenzeit floss viel braunes Süßwasser vom Land ins Meer, sodass sich die Grenze zwischen Fluss- und Meerwasser deutlich abzeichnete.

Nach dem Zwischenstopp am Macondé Viewpoint führte uns die Fahrt weiter ins Inselinnere nach Chamarel. Dort machten wir als erstes Halt beim Chamarel-Wasserfall, der zu den höchsten Wasserfällen der Insel zählt. Umgeben von dichtem, sattgrünem Tropenwald stürzt das Wasser über rund 100 Meter in die Tiefe – ein wirklich toller Anblick, den wir von einem Aussichtspunkt in voller Breite genießen konnten.

Anschließend besuchten wir die berühmte „siebenfarbige Erde“, eine kleine, wellige Dünenlandschaft aus vulkanischer Asche. Je nach Lichteinfall leuchtet der Boden in Rot, Ocker, Violett und sogar in leicht bläulichen Tönen. Dieses Naturphänomen entsteht durch verschiedene Mineralien im Boden, die sich nicht vermischen, sondern ihre Farben behalten – ein faszinierendes Naturphänomen, das es so nur auf Mauritius gibt.

Auch Riesenschildkröten leben auf dem Gelände der siebenfarbigen Erde.

Danach machten wir uns auf den Weg zur nahegelegenen Rhumerie de Chamarel. Die Destillerie liegt idyllisch eingebettet zwischen Zuckerrohrfeldern und ist eine der bekanntesten Rum-Brennereien der Insel. Bei einer Führung bekamen wir spannende Einblicke in den Herstellungsprozess – vom frisch geschnittenen Zuckerrohr bis zum fertigen Rum. Anschließend durften wir natürlich auch verschiedene Sorten probieren.

Unser nächster Stopp des Ausflugs führte uns zum Gorges Viewpoint im Black River Gorges Nationalpark. Von hier aus hatten wir einen grandiosen Blick über die tief eingeschnittene Schlucht, dichte Wälder und bis zum Meer. Auch ein Wasserfall war in der Ferne zu sehen.

Dort sahen wir auch einige Affen.

Danach fuhren wir weiter zum Grand Bassin „Ganga Talao“. Ganga Talao ist ein heiliger Kratersee in den Bergen von Mauritius und der wichtigste hinduistische Pilgerort der Insel. Umgeben von farbenfrohen Tempeln und der beeindruckenden 33 m hohen Shiva-Statue Mangal Mahadev, zieht der See besonders während des Maha Shivaratri-Festes Tausende Pilger an. Laut Legende wurde das Wasser des Sees mit heiligem Wasser vom Ganges gesegnet. Man kann den See umrunden, die spirituelle Atmosphäre genießen und die Natur rundherum entdecken.

Es gab einen Wolkenbruch und wir mussten uns in „Sicherheit“ bringen, aber schnell schien wieder die Sonne und wir genossen diesen heiligen Ort.

Nach unserem Besuch am Ganga Talao machten wir einen Halt beim Trou aux Cerfs, einem beeindruckenden, erloschenen Vulkankrater in der Nähe von Curepipe. Die Aussicht von dort oben auf die grüne Landschaft und die Umgebung von Mauritius ist atemberaubend.

Nach einem kurzen Stopp in einer Miniaturschiff-Fabrik ging es zurück ins Hotel, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Auf dem Rückweg fuhren wir am Pieter Both vorbei, dem markanten Berg mit der runden Felskugel auf der Spitze. Der Legende nach bleibt Mauritius bestehen, solange diese Kugel oben ist – ein mystisches Detail, das dem Berg eine geheimnisvolle Aura verleiht.