Eine angenehme und erholsame erste Nacht liegt hinter uns. Wir sind dann doch schlafen gegangen, haben uns aber einen Wecker für 02:30 Uhr gestellt, um das Anlegen in Florø mitzubekommen.
Den Stopp in Måløy um 05:15 Uhr haben wir dann aber verschlafen.
Wir sind etwas später (so gegen 06:00 Uhr) munter geworden, da die seitlichen Wellen (eh nur ca. 4m hoch) uns geweckt haben. Da waren wir gerade rund ums Westkap unterwegs. Hier geht die Nordsee in das Europäische Nordmeer (oder wie die Norweger sagen das Norwegisches Meer) über.
Fast 500m erhebt sich das Westkap aus dem Meer. Der gesamte Schiffsverkehr muss bisher um die gefährliche Landspitze herumfahren. Das Westkap hat bei zahlreichen Schiffsunglücken in der Vergangenheit viele Menschenleben gefordert. Fast 60 Schiffsunglücke sind allein an der äußersten Landspitze der Halbinsel dokumentiert. Aus diesem Grund wird der Schiffstunnel von Stad gebaut.
Die Halbinsel Stadlandet ragt in nordwestliche Richtung ins Meer hinaus. Im Mai 2021 beschloss das norwegische Parlament den Bau eines Schiffstunnels, der die Halbinsel an einer schmalen Stelle durchquert. Es wird der erste Schiffstunnel der Welt sein. Der Tunnel ist groß genug geplant, um auch Postschiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. Der Tunnel wird 1,7 km lang sein und eine Durchfahrtshöhe von 49m haben. Der Tunnel wird nach Fertigstellung die Umfahrung des gefährlichen Westkaps ermöglichen.

Vor dem Frühstück beobachteten wir noch das Anlegen in Torvik. Der Anleger Torvik ist mehr ein Postschiffhalt für die gesamte Inselregion Herøy als für einen konkreten Ort. Ein klassischer Hafenort ist hier nicht vorhanden. Aufgrund einer schwierigen Anlegesituation wird diskutiert, diesen Postschiffstopp um einige Kilometer zu verlegen.











Nach dem Frühstück mit traumhaftem Ausblick, haben wir uns stadtfertig gemacht und wir haben Ålesund (55.000 Einwohner) auf eigene Faust entdeckt.






Zuerst ging es über 418 Stufen auf den 189m hohen Hausberg „Aksla“ hinauf. Der Ausblick auf die Stadt ist wirklich toll. Auf halbem Weg hat es zu schneien begonnen. Man konnte die Schneewolke auf einen zukommen sehen…













Wieder unten angekommen, haben wir die Altstadt mit ihren vielen Jugendstil Häusern erkundet. Die große Anzahl an Jugendstilgebäuden ist einem Feuer zu verdanken, das im Jahre 1904 fast die komplette Innenstadt zerstörte. Nach dem Schnee kam auch wieder die Sonne raus.
















Danach ging es zum Relaxen zurück aufs Schiff. Und auch das Mittagessen gab es an Bord. Man kann sich aus vielen verschiedenen Gerichten, alle in Tapas-Größe, so viele aussuchen wie man möchte. Es schmeckt alles hervorragend.



Den restlichen Tag verbrachten wir ganz gemütlich am Schiff und am Nachmittag gab es einen tollen Vortrag über Land und Leute und was uns morgen alles erwarten wird.

Um 20:00 Uhr, während unserem wunderbaren 3-gängigen Abendessen, ging unsere Fahrt weiter Richtung Norden. Nächster Stopp ist um 22:35 Uhr in Molde. In der Nacht bleiben wir auch noch in Kristiansund (02:45 Uhr) stehen. Beide Orte werden wir aber beim Fahren Richtung Süden bei Tag sehen.





