Tromsø  – Vesterålen  – Lofoten  – Bodø
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Tromsø – Vesterålen – Lofoten – Bodø

📅 27. November 2024

Eigentlich wollten wir uns 00:30 Uhr aufstehen und einen Nachtspaziergang durch Tromsø machen. Nach dem Blick aus dem Fenster, tiefster Nebel hing in der Stadt, haben wir uns umgedreht und weitergeschlafen.

Zum Frühstück kamen wir in Harstadt an. Die drittgrößte Stadt in Nordnorwegen ist Zentrum der Erdöl-und Ergasförderung im Norden des Landes.

Danach ging die Fahrt weiter, vorbei am Andfjord Richtung Lofoten. Der Andfjord ist bei Anglern sehr beliebt. Er gilt als Kinderstube des Heilbutt. Im Fjord werden Walsafaris angeboten. Leider haben wir bis jetzt noch keinen gesehen.

Unser Schiff hat Weihnachtsdekoration bekommen.

Durch Risøyrenna ging es nach Risøyhamn. Risøyrenna ist eine seichte Meeresenge zwischen den Inseln Andøya und Hinnøya. Früher konnte die Enge bei Ebbe mit dem Pferd durchquert werden. Dann wurde eine knapp 5km lange und künstlich vertiefte Schifffahrtsrinne angelegt um Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. Die Rinne ist 7,5 Meter tief, wir haben einen Tiefgang von 5 Metern.

Vorbei an der Inselgruppe Vesterålen ging es zu den Lofoten. Vesterålen gelten als ursprünglicher und touristisch weniger erschlossen als die benachbarten Lofoten-Inseln.

Nächster Stopp (12:30 Uhr): Sortland. Durch die Straßenbrücke fungiert der Ort als Verkehrsknotenpunkt und Wirtschaftszentrum der Vesterålen-Region. Im Rahmen eines Kunstprojektes im Jahr 1999 wurden viele Gebäude blau angestrichen, daher wird das Städtchen als „blaue Stadt“ bezeichnet. Ein paar Ausflügler waren mit dem Bus auf der Brücke unterwegs und die haben wir lautstark begrüßt.

Während dem Mittagessen ging es durch die Brücke Hadselbrua nach Stokmarknes (14:15 Uhr).

Die geschwungene Form der Straßen-Hochbrücke zwischen den Inseln Hadsel und Langøya macht sie zu einer der beeindruckendsten Brücken der Region. Sie wurde in den 70er Jahren gebaut, zusammen mit weiteren Brücken, welche die vielen Fährverbindungen zwischen den einzelnen Inseln der Vesterålen ersetzen sollten.

Wichtigste Sehenswürdigkeit in Stokmarknes ist das Hurtigruten-Museum. 1883 gründete der Kapitän Richard With hier die Vesterålen Dampfschifffahrtsgesellschaft. Damit gilt der Ort als Geburtsort der Postschifflinie. Ein modernes Gebäude aus Stahl und Glas beherbergt ein komplettes historisches Postschiff, die alte MS Finnmarken.

Die enge Wasserstraße Raftsund stellt einen geschützten Seeweg (30km) zwischen den Inselgruppen Lofoten und Vesterålen dar. Direkt an der Öffnung des Sunds geht es unter der gigantischen Bogenkonstruktion der 1997 fertiggestellten Raftsundbrua hindurch. Mit einer Spannweite von 711 m ist die Brücke eine der längsten ihrer Art und ist Teil der Lofoten-Festlandsverbindung.

Und dann kam die große Überraschung: aufgrund des guten Wetters konnten wir in den engen Trollfjord fahren. Der Trollfjord erstreckt sich über etwa 3 Kilometer, während die Mündung des Fjords nur 100 Meter breit ist. Er ist von bis zu 1.100 Meter hohen Bergen umgeben und die maximale Tiefe des Fjords beträgt 72 Meter. Das Schiff passt gerade so zwischen den steilen Felswänden hindurch und muss am Ende des Fjords ein Drehmanöver auf der Stelle vollziehen. Es war absolut spektakulär.

Während dem Stopp in Svolvær gingen wir zum Abendessen und danach ins Bett. Es war wieder einmal beeindruckender Tag.