von Perast nach Ulcinj
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von Perast nach Ulcinj

📅 26. Mai 2025

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg zu unserer nächsten Station in Montenegro.

Kotor ließen wir bewusst aus, es ist einfach zu überfüllt. Wir sind durch Kotor nur durchgefahren und haben uns den Ort aus dem Auto heraus angesehen.

Danach ging es auf die sehr enge Serpentinenstraße P1, wir waren sehr froh, dass uns kein Reisebus entgegengekommen ist – faszinierend, dass die dort überhaupt Platz haben.

Wir wurden immer wieder mit einem sensationellen Blick belohnt. Die Straße hat 32 Haarnadel Kurven und geht hinauf zum Krstac-Pass (auf ca. 950m Seehöhe)

Und plötzlich ist man mitten im Gebirge und doch nur 2km Luftlinie vom Meer entfernt. Die Region rund um die Ortschaft Njeguši ist bekannt vor allem für den ausgezeichnet und sehr würzigen Rohschinken und auch für den Dichterfürst Petar II, der hier geboren wurde. Es ging durch den wunderschönen, 64km² großen, Lovćen Nationalpark auf rund 1.600m Seehöhe.

Hier oben hat Petar II sein Mausoleum errichten lassen. Auf dem 1.657m hohen Jezerski Vrh liegt einem Montenegro quasi zu Füßen. In unserem Reiseführer steht: „Hier muss die 360° Postkarte erfunden worden sein.“ Und wenn man hier oben steht, versteht man die Aussage.

Von der 80m tiefer liegenden Plattform gelangt man durch einen kalten Treppentunnel, mit 461 Stufen, zur Ehrenhalle auf den Gipfel. Das Mausoleum ist 37m lang, 15,4m breit und 10,5m hich. Der Ausblick ist gigantisch. Man sieht den Skadersee, Cetinje, die Hauptstadt Podgorica, das Prokletije Gebirge und natürlich die Bucht von Kotor.

Den Mittelpunkt der Gedenkstätte bildet eine Granitskulptur (28 Tonnen schwer) des Dichterfürsten unter goldenem Mosaikhimmel, bewacht wird sie von zwei gigantischen weiblichen Steinfiguren in mon- tenegrinischer Tracht. Darunter befindet sich, in einer vollständig mit hellem Marmor ausgekleideten Krypta, die eigentliche Grabstätte von Njegoš.

Nach diesem traumhaften Ausblick, setzten wir unsere Fahrt (nach einer kurzen Stärkung) fort. Es ging durch Cetinje, der ehemaligen Hauptstadt Montenegros, zurück an die Küste.

Nach einer weiteren tollen Panoramastraße erreichten wir Budva. Von dort aus ging es der Küste entlang, vorbei an den touristischen Orten Sveti Stefan, Petrovac und Bar zu unserem nächsten Stopp. Die Küste von Montenegro ist mittlerweile schon sehr verbaut, vor allem in den oben genannten Küstenorten, dazwischen gibt es noch tolle Küstenabschnitte, die auch sehr grün sind.

Wir sind froh, dass wir uns für den beschaulichen Ort Ulcinj, nahe der albanischen Grenze, entschieden haben. Die Fahrt zu unserem Hotel (Apartments Eneida) war abenteuerlich, aber es hat sich gelohnt. Es ist eine wunderschöne kleine Anlage.

Wir beschlossen für das Abendessen in die Altstadt von Ulcinj zu spazieren. Ulcinj ist eine sehr nette kleine Stadt umgeben von einer Stadtmauer.

Wir genossen fangfrischen Wolfsbarsch und Drachenkopf und ein „bisschen“ Wein und ein „wenig“ Šljivovica im Restaurant „Fisherman Hari“.

Danach gab es noch einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt. Philipp vermisst bereits sein Kletter-Training sehr.

Gute Nacht – morgen ist ein fauler Tag geplant…

162km Fahrtstrecke