von Ulcinj nach Tirana
Zurück zur Übersicht

von Ulcinj nach Tirana

📅 29. Mai 2025

Heute verabschiedet wir uns bei sehr bewölktem Wetter von Montenegro. An der Grenze warteten wir nur knapp 20 Minuten. Leider wurde das Wetter auf dem Weg nach Tirana nicht besser… 😆

Den Zwischenstopp an der Burg Rozafa ließen wir aus, denn es schüttete in Strömen.

In Albanien wurden die Straßen um einiges schlechter und die Schlaglöcher werden um einiges größer 😜.

Wir versuchten eine kurze Regenpause zu nutzen und besuchten den Ort Kruja, in den Bergen nördlich von Tirana. Dort angekommen, dauerte es keine zehn Minuten und der Regen setzte wieder ein.

Kruja ist vor allem als Heimat des albanischen Nationalhelden Skanderbeg bekannt. Im 15. Jahrhundert verteidigte er von der Burg Kruja aus das Land erfolgreich gegen die Osmanen. Heute ist die Stadt ein Symbol des albanischen Widerstands und Nationalstolzes.

Trotz Regen und Nebel hatte der Ort eine besondere Atmosphäre. Die alte Festung wirkte fast mystisch. Der alte Basar war ruhig, aber charmant – Kopfsteinpflaster, Holzläden, alles ein bisschen wie aus einer anderen Zeit. Bei besserem Wetter sicher noch eindrucksvoller, aber auch so war es den Abstecher wert.

Danach ging es weiter ins quirlige Tirana – auf den ersten Blick eine sehr grüne Stadt. Wir checkten in unserem Hotel (Mulaj Hotel) in der Innenstadt ein.

Nach einer kurzen Zimmer-Stunde machten wir uns, bei leichtem Nieselregen, auf den Weg zum Abendessen. Es gab albanische Spezialitäten in dem sehr netten Restaurant „Tradita Shqiptare“.

Danach machten wir einen Verdauungsspaziergang und der Regen war verschwunden und wir konnten einen traumhaften Sonnenuntergang auf der Pyramide genießen.

Ursprünglich 1988 als Mausoleum für Diktator Enver Hoxha gebaut, wurde die Pyramide später zum Symbol für Wandel und Verfall. Der Umbau der Pyramide von Tirana wurde im Mai 2023 abgeschlossen. Seitdem dient sie als TUMO Center Tirana – ein kostenloses Bildungszentrum für Jugendliche mit Fokus auf Technologie und Kreativität. Die niederländischen Architekten von MVRDV haben das brutalistische Bauwerk modernisiert, mit farbigen Boxen, begrünten Innenhöfen und begehbaren Stufen ausgestattet. Heute ist die Pyramide ein Symbol für den Wandel Albaniens.

Und jetzt heißt es ab ins Bett, morgen wird Tirana weiter erkundet…