Tirana
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Tirana

📅 30. Mai 2025

Gut gestärkt erkundeten wir heute Tirana. Die Stadt mit ihren 390.000 Einwohnern ist wirklich sehr schön, vor allem sehr grün. Es gibt sehr viele Bäume und Parks. Natürlich wird auch überall gebaut und der Verkehr ist extrem hektisch, sie lieben ihre Hupen im Auto. Es gibt kaum Gebäude, die älter als 100 Jahre alt sind.

Erste Station unserer Erkundungstour war die Auferstehungskathedrale (Katedralja Ngjallja e Krishtit). Die moderne orthodoxe Kathedrale wurde 2012 eingeweiht und ist heute das spirituelle Zentrum der orthodoxen Christen in Albanien. Sie beeindruckt mit einer riesigen Kuppel, klarer Architektur und einem 46 Meter hohen Glockenturm.

Danach ging es weiter zum riesigen Skanderbeg-Platz. Er ist das Herz von Tirana und spiegelt die Geschichte und Wandlung der Stadt wider. In der Mitte thront die Reiterstatue des albanischen Nationalhelden Skanderbeg. Um den weitläufigen Platz gruppieren sich bedeutende Gebäude: das Historische Nationalmuseum, das Opernhaus, die Et’hem-Bey-Moschee, der Uhrturm und Regierungsinstitutionen.

Unser Weg führte uns in die Et’hem-Bey-Moschee. Diese kleine, feine Moschee stammt aus dem 18. Jahrhundert und überstand das kommunistische Regime nahezu unversehrt. Sie ist berühmt für ihre farbenfrohen Wand- und Deckenmalereien mit Naturmotiven – etwas sehr Ungewöhnliches für islamische Baukunst.

Und gleich daneben befindet sich der Uhrturm (Kulla e Sahatit). Er wurde 1822 erbaut und war bis 1970 höchste Gebäude Tiranas. Er ist 35 Meter hoch und stellt eine gelungene Mischung aus osmanischer und europäischer Architektur dar. 90 Treppen später hat man einen traumhaften Ausblick über den Skanderbeg-Platz.

Anschließend brauchten wir eine Pause und genossen das Treiben am Skanderbeg-Platz.

Es ging dann gleich weiter mit dem nächsten Highlight. Wir besuchten das Museum Bunk’Art 2. Es befindet sich in einem echten unterirdischen Bunker aus der kommunistischen Zeit, direkt im Regierungsviertel. Der Bunker wurde ursprünglich für das Innenministerium und den Minister selbst gebaut, sollte im Kriegsfall als Befehlszentrale dienen. Heute beleuchtet das Museum die düstere Zeit der kommunistischen Diktatur unter Enver Hoxha, mit Fokus auf Polizei, Überwachung und politische Repression.

Eine Stärkung musste her, also pausierten wir in der Fußgängerzone.

Mit frischem Elan spazierten wir zum Neuen Basar – Pazari i Ri. Er wurde 2017 modernisiert und hier findet man frisches Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse, aber auch Cafés, kleine Restaurants und Souvenirshops.

Danach ging es weiter zum nächsten Highlight – der Großen Moschee (Xhamia e Namazgjasë). Die neue Hauptmoschee Albaniens wurde 2024 eröffnet und ist eine der größten auf dem Balkan. Finanziert durch die Türkei, ist sie im klassischen osmanischen Stil erbaut – mit großer Kuppel (30m hoch), vier Minaretten (50m hoch) und einem imposanten Innenraum mit viel Licht und blauen Kacheln. Bis zu 8.000 Gläubige finden im Inneren Platz und weitere 2.000 im Außenbereich.

Diese wundervollen Eindrücke mussten bei einer gemütlichen Zimmer-Stunde verarbeitet werden.

Danach ging es Richtung Abendessen, unter anderem durch einen tollen Park und zu einem künstlichen angelegten See.

Bei der TV-Serie „Kitchen Impossible“ von Koch Tim Mälzer sind wir auf das Slow-Food-Restaurant Mullixhiu gestoßen – es soll eines der besten des Landes sein. Chefkoch Bledar Kola, der unter anderem im weltberühmten Restaurant Noma (Kopenhagen) gearbeitet hat, verbindet traditionelle albanische Rezepte mit moderner Fine -Dining-Kunst. Also beschlossen wir dort zu Abend zu essen. Und wir wurden nicht enttäuscht.

Der Preis für das ganze ist auch verrückt. Das 7-gängige Menü inkl. Schnaps kostet stolze 30,- € pro Person. Danach brauchten wir einen Absacker im Blloku-Viertel. Wir entschieden uns für die angesagte Bar Nouvelle Vague für ein oder vielleicht auch zwei Cocktails.

Und jetzt heißt es… Ab ins Bett – morgen ist wieder ein aufregender Tag angesagt…