Naturpark Telašćica
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Naturpark Telašćica

📅 5. Juni 2026 📍 43.8906° N, 15.1636° E

Der heutige Tag begann mit Sonne und Wolken – perfektes Ausflugswetter. Deshalb machten wir uns auf den Weg in den nahegelegenen Naturpark Telašćica, der den südöstlichen Teil von Dugi Otok einnimmt und zu den schönsten Naturgebieten Kroatiens zählt. Der Park ist vor allem für seine beeindruckenden Steilküsten, die geschützte Bucht Telašćica und den Salzsee Mir bekannt.

Unser erster Stopp war das Besucherzentrum Grpašćak. Es liegt direkt oberhalb der berühmten Klippen und bietet einen tollen Blick über die Adria. Im Besucherzentrum erfährt man viel über die Entstehung des Naturparks, die Tier- und Pflanzenwelt sowie die besondere Geologie der Insel. Von der Aussichtsplattform blickt man auf die sogenannten „Stene“, die spektakulären Steilklippen von Dugi Otok. An einigen Stellen fallen die Felsen fast 160 Meter senkrecht ins Meer ab, während sie auf der Landseite deutlich flacher ansteigen. Diese Klippen gehören zu den eindrucksvollsten Naturerscheinungen der kroatischen Adriaküste.

Nach dem Besuch des Aussichtspunktes fuhren wir noch ein Stück weiter in den Naturpark und machten uns anschließend zu Fuß auf den Weg zum Salzsee Mir. Der See liegt nur wenige hundert Meter vom Meer entfernt und ist durch unterirdische Kanäle mit der Adria verbunden. Dadurch schwankt sein Salzgehalt und die Wassertemperatur ist oft etwas höher als im Meer. Mit einer Länge von rund 900 Metern ist Mir der größte natürliche Salzsee Kroatiens. Der Spaziergang führte durch die typische Karstlandschaft der Insel und bot immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung.

Direkt am Salzsee gibt es auch eine kleine Verpflegungsmöglichkeit. Die Preise dort haben uns allerdings etwas überrascht. Für einfache Snacks und Getränke wird ordentlich zugelangt, sodass man sich schnell an typischen Touristenpreisen orientiert fühlt. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen und gönnten uns ein Eis.

Wir genossen die Atmosphäre (erinnerte ein wenig an unseren heimischen Forstsee), hielten die Füße ins Wasser und machten noch einen Abstecher zu den nahegelegenen Klippen. Auch von hier boten sich wieder beeindruckende Ausblicke auf die Steilküste und das offene Meer.

Auf dem Rückweg zum Auto setzte leichter Nieselregen ein. Für uns war das sogar ganz angenehm, denn die Temperaturen waren dadurch deutlich angenehmer als bei voller Sonne. So ließ sich der Spaziergang entspannt genießen.

Bevor wir den Park verließen, schauten wir uns noch die Überreste der Kirche Sveti Ivan an. Die kleine Kirche stammt ursprünglich aus dem 9. oder 10. Jahrhundert und zählt zu den ältesten Sakralbauten auf Dugi Otok. Heute sind nur noch Teile der Mauern erhalten, dennoch vermittelt der Ort einen guten Eindruck von der langen Geschichte der Insel.

Anschließend ging es zurück in unser Appartement. Nach den vielen Eindrücken des Tages war erst einmal eine kleine Zimmerstunde angesagt.

Am Abend zog es uns noch einmal nach Sali. Im Restaurant Spageritimo genossen wir ein tolles Abendessen direkt am Hafen und ließen die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Danach ging es zurück ins Appartement und bald ins Bett.