Prosecco-Straße und Verona – 2019

25. bis 28. April 2019

Manchmal braucht es gar keinen langen Urlaub – ein paar Tage reichen völlig aus, um den Kopf freizubekommen. Unser Kurztrip Ende April führte uns entlang der berühmten Proseccostraße bis nach Verona – eine perfekte Mischung aus Genuss, Kultur und italienischem Flair.

25. April

Um 08:30 Uhr ging es los – voller Vorfreude Richtung Italien. Nach einem kurzen Stopp beim Autogrill Campiolo zum Kaffee tanken, setzten wir unsere Reise nach Sacile fort. Die kleine Stadt in Friaul wird oft „Garten der Serenissima“ genannt und ist bekannt für ihre hübschen Plätze und Gebäude entlang des Flusses Livenza. Ein kurzer Spaziergang reicht schon, um einen guten Eindruck zu bekommen.

Danach fuhren wir weiter nach Farra di Soligo, mitten im Prosecco-Gebiet.
Die Region gehört inzwischen zum UNESCO-Welterbe und ist geprägt von sanften Weinbergen und kleinen Straßen. Unser Hotel (Villa Soligo) war ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Umgebung. Am Abend waren wir in der Osteria da Norio essen – unkompliziert, sehr gut und natürlich mit ausreichend Prosecco.

26. April

Nach dem Frühstück ging es entlang der Proseccostraße weiter. Die Strecke selbst ist schon das Highlight: immer wieder schöne Ausblicke, kleine Orte und viel Grün. Ein Zwischenstopp in Vicenza bot sich an. Vicenza ist vor allem für die Architektur von Andrea Palladio bekannt. Die Altstadt ist überschaubar und gut für einen kurzen Spaziergang geeignet.

Am Nachmittag erreichten wir Verona und checkten im Appartement Truly Verona in der Altstadt ein. Die Lage war ideal, da man alles zu Fuß erreichen kann.

Danach ging es gleich los zum Erkunden: durch kleine Gassen, über belebte Plätze und einfach treiben lassen. Den Abend verbrachten wir bei einem frühen Abendessen im Restaurant Al Cantone – mit gutem Wein und entspanntem Start in den Verona-Aufenthalt.

27. April

Der Tag stand ganz im Zeichen von Verona. Die Stadt ist kompakt, sodass man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen kann – ideal, um ohne festen Plan einfach loszugehen und sich treiben zu lassen.

Unser erster Stopp war der Dom von Verona. Von außen wirkt der Dom eher schlicht, typisch für die romanische Bauweise. Innen überrascht er aber mit aufwendig gestalteten Details, Fresken und Kunstwerken. Besonders auffällig ist das Zusammenspiel verschiedener Baustile, da die Kirche über mehrere Jahrhunderte hinweg erweitert wurde.

Danach ging es weiter zum Castelvecchio. Die Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente ursprünglich als Verteidigungsanlage der Scaliger-Herrscher. Heute befindet sich darin ein Museum. Besonders schön ist die dazugehörige Brücke über die Etsch, die Ponte Scaligero – von dort hat man einen guten Blick auf den Fluss und die Umgebung.

Ein absolutes Highlight ist natürlich die Arena von Verona. Sie wurde bereits im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut und gehört zu den größten und am besten erhaltenen Amphitheatern der römischen Zeit. Heute wird sie noch immer genutzt, vor allem für Opernaufführungen im Sommer. Auch ohne Veranstaltung ist sie beeindruckend, vor allem durch ihre Größe und die gut erhaltenen Sitzreihen.

Zwischendurch legten wir eine Pause in der Enoteca Locanda Verona ein. Solche kleinen Weinbars sind typisch für die Region – ideal, um lokale Weine zu probieren und eine Kleinigkeit zu essen.

Am Nachmittag machten wir noch einen Spaziergang nach Veronetta. Der Stadtteil liegt auf der anderen Seite der Etsch und wirkt deutlich ruhiger und weniger touristisch. Hier findet man viele kleine Lokale, Bars und auch studentisches Leben, da sich Teile der Universität dort befinden. Ein schöner Kontrast zur belebten Altstadt.

Später sind wir noch zum Haus von Julia gegangen und haben es uns auch von innen angeschaut. Im Innenhof ist zwar einiges los rund um den bekannten Balkon, aber im Gebäude selbst verteilt es sich besser. Die Räume sind als kleines Museum gestaltet, mit verschiedenen Ausstellungsstücken und Informationen rund um die Geschichte von Romeo und Julia. Vom Balkon aus hat man einen guten Blick in den Innenhof und bekommt nochmal eine andere Perspektive auf das Ganze.

Am Abend ging es zurück ins Appartement. Nach dem vielen Unterwegssein war uns nach etwas Ruhigem, daher gab es eine einfache italienische Jause – genau richtig, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

28. April

Am letzten Tag machte uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung. Daher entschieden wir uns für eine frühere Abreise. Um 10:30 Uhr ging es los. Ein kurzer Stopp beim Palmanova Designer Outlet durfte aber noch sein – ein bisschen Bummeln geht immer. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir bei Schneeregen Klagenfurt.