Grado – 2021

26. bis 28. Mai 2021

Am Mittwoch, den 26. Mai, starteten wir erneut zu einem spannenden Familienausflug. Diesmal führte uns die Reise nach Italien. Nach der Arbeit starteten wir mittags in Klagenfurt und erreichten gegen 16:00 Uhr unser Ziel: Grado. Dort checkten wir in unserem wunderschönen Hotel ein. Unser Zuhause für die nächsten Tage war das charmante Hotel Ville Bianchi, ein historisches Ensemble aus fünf liebevoll renovierten Villen direkt am Meer – nur wenige Schritte vom Strand „Spiaggia Imperiale“ und der romantischen Altstadt von Grado entfernt.

Nach den Corona-Jahren freuten wir uns alle umso mehr, endlich wieder Meeresluft zu schnuppern. Kaum eingecheckt, spazierten wir direkt zum Strand und ließen den Nachmittag entspannt ausklingen – mit den Füßen im Sand und einem erfrischenden Aperol Spritz in der Hand.

Nach diesem entspannten Start spazierten wir durch die Altstadt von Grado und freuten uns auf ein italienisches Abendessen. Im Restaurant Agli Artisti wurden wir rundum verwöhnt. Nach dem Abendessen ging es bei Vollmondbeleuchtung zurück zum Hotel – ein schöner, ruhiger Abschluss unseres ersten Tages in Grado.

27. Mai

Am nächsten Tag beschlossen wir, eine Bootsfahrt durch die Lagune von Grado zu unternehmen. Kurzentschlossen starteten wir direkt vom Porto Vecchio aus mit einem schönen Holzboot und genossen die ruhige Fahrt über das glitzernde Wasser. Die Lagune von Grado ist ein weitläufiges Wassergebiet, das sich über etwa 90 km² zwischen Fossalon di Grado und der Insel Anfora erstreckt. Sie besteht aus flachen Kanälen, kleinen Inseln („mote“) und weiten Schilf‑ und Wattlandschaften, die für ihren besonderen ökologischen Reichtum bekannt sind. In der Lagune leben zahlreiche Vögel wie Möwen, Reiher und Enten, und man sieht überall die traditionellen Fischerhütten, die sogenannten Casoni.

Es war eine tolle Bootsfahrt, die wir alle sehr genossen. Danach hatten wir Hunger, also kehrten wir in die Taverna al Canevone ein, wo wir köstliche Pasta mit Meeresfrüchten genossen – ein perfekter Abschluss unseres kleinen Ausflugs auf der Lagune. Wir hatten eigentlich eine kleine Zimmerpause eingeplant, aber Oma und Opa zogen es vor, lieber an den Strand zu gehen und einen Aperol zu trinken. Immerhin konnten wir uns so wenigstens ein bisschen entspannen.

Am Abend zog es uns wieder in die Altstadt. Bevor es zum Abendessen ging, mussten die Damen noch ein bisschen shoppen – und so machten wir das Schuhgeschäft Villamori unsicher, wo es wunderschöne, handgefertigte Schuhe und Accessoires zu entdecken (und auch kaufen) gab. Einkaufen macht bekanntlich hungrig, und so ging es anschließend zum Abendessen. Wir genossen italienische Spezialitäten und ließen den zweiten Tag in Grado noch einmal Revue passieren. Vor dem Schlafengehen gab es noch einen kleinen Absacker in der Enoteca VinArium – ein schöner Abschluss eines ereignisreichen Tages in Grado.

28. Mai

Am letzten Tag verbrachten wir noch einen gemütlichen Vormittag in Grado, bevor es zum Naturschutzgebiet der Isonzo-Mündung ging. Das Gebiet erstreckt sich über weite Süß- und Salzwassermarschen mit Schilf und kleinen Kanälen, die ideal sind, um Vögel zu beobachten. Besonders beeindruckend ist die Isola della Cona, wo hunderte Vogelarten leben und sogar frei laufende Camargue-Pferde zu sehen sind.

Die Landschaft dort ist einfach sensationell und wir wollten uns von Italien noch nicht so schnell verabschieden. Also machten wir einen kleinen Abstecher nach Duino, wo wir uns im Restaurant Al Cavalluccio Duino stärkten und die Zeit am Meer noch einmal richtig genossen.

Anschließend unternahmen wir einen kurzen Verdauungsspaziergang auf einem Teil des Rilke-Wegs, einem Panoramaweg an der Steilküste zwischen Duino und Sistiana. Der Weg, benannt nach dem Dichter Rainer Maria Rilke, bietet spektakuläre Ausblicke auf die weißen Kalkklippen, den Golf von Triest und die mediterrane Vegetation.

Danach machten wir uns endgültig auf den Heimweg und kamen gegen 19:00 Uhr wieder in Klagenfurt an. Es war wieder einmal ein wunderschöner Ausflug, bei dem wir die harte Corona-Zeit für ein paar Tage hinter uns lassen und die italienische Sonne, das Meer und die frische Luft in vollen Zügen genießen konnten.