London – 2024

10. bis 14. April 2024

Unser erstes gemeinsames Großbritannien Abenteuer begann am Mittwoch, 10. April um 09:35 Uhr am Flughafen Klagenfurt. Mit der Ryanair ging es direkt nach London Stansted, wo wir um 11:10 Uhr pünktlich landeten. Vom Flughafen nahmen wir den Stansted Express bis Tottenham Hale.

Von dort ging es mit der U-Bahn weiter zu unserer Unterkunft – 69The Grove im Stadtteil Vauxhall, südlich der Themse. Das kleine Bed & Breakfast hat uns sofort begeistert: persönlich, gemütlich und sehr herzlich geführt. Es liegt mitten in einer ruhigen, schönen Wohngegend und ist trotzdem zentral gelegen. So konnten wir viele Sehenswürdigkeiten Londons schnell und unkompliziert erreichen.

Wir starteten direkt mit unserer ersten Erkundungstour mit dem London City Pass durch die Stadt und spazierten los. Vorbei am MI6 und dem Big Ben ging es zum Jewel Tower, einem kleinen, aber geschichtsträchtigen Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert. Der Turm gehört zu den wenigen erhaltenen Teilen des mittelalterlichen Palastes von Westminster und diente früher zur Aufbewahrung der königlichen Schätze.

Nach diesen ersten Eindrücken ging es weiter zur bekannten Westminster Abbey. Die gotische Kirche gehört zu den bedeutendsten Bauwerken Londons und spielt eine zentrale Rolle in der britischen Geschichte. Seit Jahrhunderten finden hier die Krönungen der britischen Monarchen statt und auch zahlreiche Könige, Königinnen sowie berühmte Persönlichkeiten wurden hier beigesetzt. Mit einem Audio-Guide bewaffnet ging es durch die beeindruckende Kirche.

Danach schlenderten wir, bei typisch londonerischem Nieselregen, zurück zu unserer Unterkunft. Nach einer kurzen Zimmerpause machten wir uns am Abend noch einmal auf den Weg und spazierten zu Mc & Sons Vauxhall, einem gemütlichen Pub in der Nähe. Dort ließen wir unseren ersten Tag in London entspannt ausklingen: Bei einem frisch gezapften Guinness und thailändischem Essen – eine sehr lustige Kombination. Wir waren die einzigen Touristen dort – also genau nach unserem Geschmack.

11. April

Am nächsten Tag spazierten wir zur nahegelegenen Station des Hop-on-Hop-off-Busses, um die Stadt weiter zu erkunden. London gefällt uns immer mehr, je mehr wir entdeckten.

Zur Mittagszeit machten wir einen Stopp am Borough Market, einem der bekanntesten Food-Märkte der Stadt, und stärkten uns dort mit frischen Köstlichkeiten aus aller Welt.

Nach der Stärkung spazierten wir zur nahegelegenen Southwark Cathedral, einer gotischen Kirche mit über 1.000 Jahren Geschichte. Die Kirche bietet einen ruhigen Moment mitten im lebhaften Stadtteil Southwark und ist ein schöner Kontrast zum bunten Treiben auf dem Markt.

Nach dem Besuch der Southwark Cathedral setzten wir unseren Spaziergang entlang der Themse fort und kamen zur Golden Hinde. Das Schiff ist ein Nachbau der berühmten Galeone von Sir Francis Drake, mit der er im 16. Jahrhundert die Welt umsegelte.

Anschließend nutzten wir wieder den Hop-on-Hop-off-Bus und fuhren unter anderem über die Tower Bridge, um zu unserem Hotel zu fahren.

Nach einer gemütlichen Zimmerstunde ging es am Abend zu Fuß zum Restaurant The Rose.
Ein klassischer Pub mit entspannter Atmosphäre und tollem Ausblick.

12. April

Den Tag starteten wir beim The Shard. Mit rund 310 Metern ist es das höchste Gebäude in London und eines der auffälligsten Wahrzeichen der modernen Skyline. Entworfen wurde es vom italienischen Architekten Renzo Piano und durch seine spitz zulaufende Form wirkt es – wie der Name schon sagt – wie eine „Scherbe“ aus Glas. Die Aussichtsplattform „The View from The Shard“ befindet sich auf mehreren Etagen in den oberen Stockwerken. Von dort hat man einen 360-Grad-Blick über die Stadt.

Danach ging es weiter zur Tower Bridge. Die Brücke wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist eine kombinierte Hänge- und Klappbrücke. Noch heute wird sie für größere Schiffe geöffnet. Wir haben nicht nur die Brücke von außen angeschaut, sondern auch die Ausstellung besucht. Über die beiden Türme gelangt man zu den oberen Verbindungsstegen, von denen man einen schönen Blick auf die Themse hat. Ein besonderes Detail sind die Glasböden, durch die man direkt nach unten auf den Verkehr sehen kann. Sehr spannend war auch der Maschinenraum. Dort sind die originalen Dampfanlagen ausgestellt, mit denen die Brücke früher betrieben wurde. Die Technik ist gut erklärt und gibt einen guten Einblick in die Funktionsweise der Brücke.


Anschließend spazierten wir weiter zum Tower of London, einer der historisch bedeutendsten Orte der Stadt. Die Anlage wurde im 11. Jahrhundert von Wilhelm dem Eroberer errichtet und im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut. Ursprünglich als Festung gedacht, diente der Tower später auch als königlicher Palast, Gefängnis und Hinrichtungsstätte. Besonders bekannt ist der Tower für seine Rolle in der englischen Geschichte – viele bekannte Persönlichkeiten waren hier inhaftiert, darunter auch Mitglieder des Adels. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden und Innenhöfen, wobei der „White Tower“ das älteste und zentralste Bauwerk ist. Heute ist der Tower vor allem wegen der Kronjuwelen ein Anziehungspunkt. Diese werden dort unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ausgestellt und gehören zu den wichtigsten Symbolen der britischen Monarchie.

Danach schlenderten wir zu unserem frühen Abendessen im Nopi, einem Restaurant des israelisch-britischen Kochs Yotam Ottolenghi. Die Küche ist modern und aromatisch, mit vielen Einflüssen aus dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten – eine schöne Abwechslung zu den klassischen Gerichten und ein entspannter Abschluss für den Tag.

13. April

Am Morgen wollten wir eigentlich die Wachablöse beim Buckingham Palace sehen, allerdings fand sie an diesem Tag nicht statt. Der Palast ist die offizielle Residenz des britischen Monarchen in London. Trotzdem war in der Umgebung einiges los und der Bereich rund um den Palast ist immer interessant für einen kurzen Stopp.

Danach gingen wir weiter zu Harrods. Das bekannte Kaufhaus ist fast schon eine eigene Sehenswürdigkeit und wirkt eher wie ein eigenes kleines Stadtviertel als ein klassisches Geschäft. Besonders auffällig sind die aufwendig gestalteten Innenräume und die großen Food-Hallen mit Delikatessen aus aller Welt – von frischen Backwaren bis zu Feinkost auf mehreren Etagen. Auch wenn man nichts kauft, ist allein das Durchgehen durch die verschiedenen Abteilungen schon sehenswert.

Anschließend ging es zu Fuß zum Natural History Museum. Das Museum ist nicht nur wegen der Ausstellungen interessant, sondern auch wegen des Gebäudes selbst. Die große Eingangshalle ist beeindruckend, und die Sammlung reicht von Dinosauriern bis zur Erdgeschichte – gut aufbereitet und leicht zugänglich. Leider war die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year 2024 “ bereits ausgebucht, sodass wir sie nicht mehr besuchen konnten.

Ein kurzer Stopp führte uns noch zur Royal Albert Hall, die wir allerdings nur von außen sehen konnten, da sie geschlossen war. Die Royal Albert Hall ist eines der bekanntesten Konzerthäuser Londons und wurde im 19. Jahrhundert eröffnet. Sie ist vor allem für ihre große runde Bauform und ihre vielfältige Nutzung bekannt – von klassischen Konzerten über Events bis hin zu den berühmten „Proms“-Sommerkonzerten.

Von dort spazierten wir durch den Hyde Park in Richtung Kensington Palace. Der Park bietet eine angenehme Pause vom Stadttrubel, viel Grün und weite Wege.

Der Kensington Palace liegt am Rand des Parks und ist bis heute ein Wohnsitz der britischen Königsfamilie. Der Palast ist seit dem 17. Jahrhundert eine königliche Residenz und war und ist Wohnsitz verschiedener Mitglieder der britischen Königsfamilie. Heute sind dort unter anderem Teile der Geschichte von Königin Victoria sowie wechselnde Ausstellungen zur Monarchie zu sehen. Innen ist der Palast gut aufbereitet, mit historischen Räumen, Informationen zum Leben am Hof und einem Einblick in die damalige Wohnkultur.

Später ging es mit der U-Bahn noch zur St Paul’s Cathedral. Die Kathedrale wurde nach dem großen Brand von London im 17. Jahrhundert von Sir Christopher Wren neu entworfen und zwischen 1675 und 1710 erbaut. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke des englischen Barock und ist bis heute ein zentraler Ort für nationale Zeremonien und Gottesdienste. Besonders markant ist die große Kuppel, die zu den größten der Welt zählt und die Skyline Londons stark prägt. Innen beeindruckt die Kathedrale durch ihre Weitläufigkeit, die reich verzierte Architektur und die helle Gestaltung des Hauptraums. Ein besonderes Detail ist die sogenannte „Whispering Gallery“ im Inneren der Kuppel: Durch ihre besondere Bauweise werden Geräusche entlang der Wand übertragen, sodass man ein Flüstern auf der gegenüberliegenden Seite hören kann. Darüber hinaus gibt es mehrere Ebenen innerhalb der Kuppel, die einen guten Blick auf das Innere der Kirche und – weiter oben – auf die Stadt ermöglichen.

Zum Abendessen gingen wir ins Restaurant Jamie Oliver Catherine St. Er ist ein sehr bekannter britischer Koch, der vor allem durch seine TV-Sendungen und Kochbücher international bekannt wurde. Seine Restaurants sind eher modern-italienisch ausgerichtet und unterscheiden sich oft etwas von klassischen italienischen Lokalen – sowohl beim Konzept als auch bei der Art der Gerichte.

Danach holten wir unser Gepäck im Hotel und fuhren mit dem Zug zum Flughafen. Die Nacht verbrachten wir im Hampton by Hilton London Stansted Airport, da unser Flug am nächsten Morgen sehr früh ging.

14. April

Der Rückflug ging bereits um 06:05 Uhr vom Flughafen London Stansted, daher war die Nacht entsprechend kurz. Nach dem frühen Aufstehen ging es direkt vom Hotel zum Terminal und ohne große Umwege zum Boarding. Der Flug selbst verlief ruhig und nach rund zwei Stunden erreichten wir wieder Klagenfurt.

Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage – der Stadt, den Museen, Parks und dem vielen Gehen – war die Heimkehr ziemlich entspannt. Den restlichen Tag ließen wir ruhig ausklingen und machten später noch eine kleine Runde mit dem Rad nach Pörtschach und aufgrund der warmen Temperaturen war auch im Strandbad Klagenfurt sehr viel los.