Polarkreis  – Nesna  – Sandnessjøen  – Brønnøysund  – Rørvik
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Polarkreis – Nesna – Sandnessjøen – Brønnøysund – Rørvik

📅 28. November 2024

Heute haben wir einen recht faulen Vormittag verbracht. Bodø und Ørnes haben wir verschlafen. Beim überqueren des Polarkreises waren wir gerade beim Frühstück. Jetzt sind wir also wieder im „Süden“.

Es wurde auch ein wenig gearbeitet, aber bei der Aussicht fällt es einem schon leichter.

Nach einem kurzen Stopp in Nesna, ging es weiter Richtung Süden.

Vorbei an der mächtige Brücke Helgelandsbrua ging es nach Sandnessjøen. Die Schrägseilbrücke ist 1.065m lang und hat eine Durchfahrtshöhe von 45m. Aufgrund oft herrschender Winde wurde die Fahrbahn in einer aerodynamischen Form gebaut. Vor der Brücke gibt es Anzeigetafeln für Windgeschwindigkeiten und bei starkem Wind wird die Brücke gesperrt.

Die Hafenstadt Sandnessjøen mit knapp 6.000 Einwohnern lebt von Fischfang, Landwirtschaft, Tourismus und der Gasförderung aus dem Gasfeld „Skarv“. Mit der Helgelandsbrücke erhielt die Stadt 1991 erstmalig eine Straßenverbindung zum Rest des Landes.

Vor dem Mittagessen fuhren wir an den „Sieben Schwestern“ vorbei. Alle Gipfel der auffällige Bergformation der „Syv Søsre“ sind etwa 1.000m hoch. Der Rekord für das schnellste Besteigen aller sieben Gipfel (ca. 3.525 Höhenmeter) liegt bei unter 4 Stunden. Leider spielte das Wetter nicht mit und wir konnten die Berge nicht wirklich sehen.

Zwischen den Häfen Brønnøysund und Sandnessjøen liegt die Helgelandsküste mit tausenden von Inseln. Sie ist reich an Natur- und Kulturschätzen. Vereinzelt befinden sich noch heute kleine Siedlungen in diesem Inselwirrwarr.

Es ging auch vorbei an den Vega-Inseln. Sie sind als Weltnatur- und Weltkulturerbe der UNESCO gelistet vor allem aufgrund der großen Population an Eiderenten sowie der traditionellen Daunenernte und Daunenproduktion. Der Archipel hat 6500 Inseln, Sandbänke und Schären, es gibt 230 Vogelarten.

Während wir in Brønnøysund waren, durften wir etwas Spannendes erleben: Wir durften uns die Brücke der Havila Castor ansehen.

Danach spazierten wir noch durch die kleine Stadt Brønnøysund. Die Hafenstadt mit etwa 5.000 Einwohnern liegt auf einer Küstenebene. Das Dienstleistungs- und Handelszentrum ist auch Sitz des norwegischen Datenregisters mit einer Vielzahl von Datenbanken.

Danach gab es wieder ein paar Runden Jolly. Zuerst verliert Philipp…

…dann verliert Claudia. Und beide schmollen. Aber nur für kurze Zeit 😉.

Natürlich waren wir auch beim täglichen Vortrag des Expedition-Teams. Dort sahen wir zumindest ein Foto von den Sieben Schwestern.

Und nach dem Abendessen ging es ins Bett, die Chance auf Nordlichter ist heute leider sehr gering.