Perast
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Perast

📅 25. Mai 2025

Nach dem Frühstück direkt am Wasser erkundeten wir Perast.

In der Vergangenheit war Perast ein einfaches Fischerdorf. Im Gegensatz zu anderen Städten Montenegros wurde in Perast keine Stadtmauer errichtet. Zur Verteidigung hat man stattdessen Wehrtürme gebaut. Diese Türme dienten auch als Beobachtungspunkte für mögliche Bedrohungen. Gleichzeitig waren sie ein Statussymbol für wohlhabende Familien. Nach dem Krieg gegen die Osmanen wurde Perast zum florierenden Seefahrer-Zentrum. Mehr als 100 Handelsschiffe wurden von vier Reedereien eingesetzt. Dies führte dazu, dass viele Kapitäne das Küstendorf als ihren Alterssitz wählten.

Ab dem Jahr 1900 kam es allerdings langsam zum Fall des Küstenortes. Leider war der Hafen zu klein, um die immer größer werdenden Schiffe anlegen zu lassen. Zudem war das Erdbeben 1979 sehr verheerend für den Küstenort. So sank auch die Einwohnerzahl stetig von über 1900 auf heute 300.

Die Uferpromenade von Perast ist ca. 1,5km lang und es gibt in Perast noch 10 Kirchen und 15 Barockpaläste. Wir spazierten auch zur Festung Sveti Kriz, diese ist aber leider so verwachsen, dass man nicht hineingehen konnte. Danach hatten wir einen tollen Blick von der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria in die Bucht.

Der Ausblick von oben ist einfach gigantisch und es wurde immer wärmer. Nach dem Umziehen suchten wir uns einen tollen Blick auf die Bucht, denn eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, die Explorer of the Seas mit 311m Länge und 49,1m Breite legte heute in Kotor an. Die engste Stelle der Bucht ist nur 330m breit.

Danach war auch die Kirche Crka Sveti Nikola mit dem 55m hohem Turm geöffnet und das Erlebnis wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Danach waren wir durstig und wir belohnten uns fürs viele Treppen steigen mit einem Bierchen.

Anschließend fuhren wir mit dem Boot auf eine der beiden berühmten Inseln der Bucht von Kotor, auf die Insel Gospa od Škrpjela (Wallfahrtsort Insel Maria vom Felsen). Die andere Insel Sveti Đorđe (Heiliger Georg) ist für Besucher geschlossen, da es auf der Insel ein aktives Benediktinerkloster gibt. Auf der natürlichen Insel befindet sich noch ein Garten mit Zypressen und ein kleiner Friedhof, auf dem Adelige von Perast begraben sind.

Die Legende der Insel Gospa od Škrpjela (Unsere Liebe Frau von den Felsen) erzählt von zwei Brüdern, die 1452 eine Marienikone auf einem Felsen im Meer fanden. Nach einem Gelübde begannen die Einheimischen, an dieser Stelle Felsen ins Wasser zu werfen, um eine künstliche Insel zu schaffen. Über Jahrhunderte wurde die Insel durch das sogenannte „Fašinada“-Ritual jedes Jahr am 22. Juli weiter vergrößert – Boote bringen Felsen und versenken sie rund um die Insel. Auf der Insel wurde eine Kirche erbaut, die der Jungfrau Maria geweiht ist. Sie gilt als Schutzpatronin der Seeleute. Die Legende und die Insel symbolisieren Glauben, Hoffnung und gemeinschaftliches Handeln.

Nach der Bootsfahrt dachten wir uns ein paar Treppen gehen noch und wir gingen zur Kirche Rimokatolička Crkva Gospe od Ružarija, zur Rosenkranz-Kirche.

Und dann sahen wir das zweite große Kreuzfahrtschiff Richtung Kotor, die MSC Lirica. Wir sind sehr froh nicht in Kotor zu wohnen, denn auf den beiden Schiffen sind bis zu 5000 Passagiere (3114 auf der Explorer of the Seas und 1984 auf der MSC).

Danach brauchten wir dringend eine Pause. Zuerst im Garten unseres wunderschönen Hotels, das früher der Palast Brajković-Martinović war und danach gab es eine Zimmer-Stunde.

Nach dem Entspannen machten wir einen kleinen Spaziergang an der Promenade und das Abendessen genossen wir heute in der Konoba Otok Bronza.

Es war ein toller Tag in dieser wunderschönen UNESCO-Stadt.