Casela Adventure Park
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Casela Adventure Park

📅 17. Februar 2018

Wir liehen uns einen Wagen und fuhren von unserem Hotel Richtung Süden. Durch den ungewohnten Linksverkehr – ein kleines Abenteuer schon am Morgen.

Erster Ministopp war eine Gedenkstätte.

Im Casela Nature Park angekommen, begannen wir mit einem Rundgang durch den Bird Paradise. Etwa 1.123 Vögel aus rund 74 verschiedenen Arten leben dort – darunter auch seltene endemische Arten wie der Mauritius-Kestrel und die Mauritius-Fruchtfledermaus. Wir waren sofort von der Farbenpracht und Vielfalt im Vogelhaus fasziniert.

Weiter ging es zu den Lemuren (Mongoose Lemurs) – die kleinen, buschschwänzigen Primaten aus Madagaskar, die heute als stark gefährdet gelten.

Kurz darauf erreichten wir eine Aussichtsterrasse, von der aus wir einen wunderbaren Panoramablick über Teile des Parks und die umliegende Landschaft hatten – ein schöner Moment, um kurz innezuhalten. Die Hitze und die drückende Schwüle machten den Tag spürbar tropisch und wir waren froh um jeden schattigen Platz. Nach der Aussichtsterrasse kamen wir an einem Bereich mit Makaken vorbei, dann an Flamingos, Straußen sowie Ziegen und Schafen, die unsere Rundwanderung zu einem abwechslungsreichen Tierparcours machten.

Schließlich erreichten wir den Safari-Teil des Parks, in dem wir Servale, die ersten entspannt dösenden Löwen und sogar Geparde sahen. Plötzlich überraschte uns ein tropischer Platzregen, der innerhalb weniger Minuten alles unter Wasser stellte – typisch Mauritius!

Danach kam das größte Abenteuer: der Walk with the Lions. Dabei begleitet man erfahrene Guides auf einem Spaziergang durch ein abgesperrtes Gelände, in dem Löwen frei herumlaufen. In kleinen Gruppen geht man – mit ausreichend Abstand und unter ständiger Aufsicht – zusammen mit den Raubkatzen. Wir hatten uns gleichzeitig fasziniert und etwas unwohl gefühlt – diese Nähe zu den majestätischen Raubkatzen war atemberaubend, aber wir fragten uns auch, ob das für die Tiere wirklich in Ordnung ist. Trotz allem war es ein wahnsinnig aufregendes und einzigartiges Erlebnis.

Nach einem zweiten Platzregen, stand wirklich alles unter Wasser. Zum Abschluss stiegen wir in einen Safaribus und fuhren durch das weitläufige Gelände. Dabei sahen wir Giraffen, durchnässte Strauße, viele Antilopen, die unter Bäumen Schutz suchten, sowie beeindruckende Nashörner und riesige Schildkröten. Danach ging unser erlebnisreicher Tag im Casela Park zu Ende.

Nach unserem Besuch im Casela Park fuhren wir mit unserem Mietwagen weiter in den Norden der Insel, zur kleinen Kirche Notre Dame Auxiliatrice in Cap Malheureux. Schon von Weitem fällt das leuchtend rote Dach der Kirche auf, das im Kontrast zum türkisblauen Meer und dem grünen Küstenstreifen fast postkartenhaft wirkt. Als wir ankamen, fand gerade ein Gottesdienst statt. Durch die geöffneten Türen hörten wir den Gesang der Gemeinde, der sich mit dem Rauschen des Meeres vermischte – ein sehr stimmungsvoller Moment. Die Kirche selbst ist schlicht, aber wunderschön gelegen, direkt am Wasser mit Blick auf die vorgelagerten Inseln wie Coin de Mire.

Wir blieben eine Weile dort, genossen die friedliche Atmosphäre und ließen den Blick über die Lagune schweifen und genossen auch noch einen tollen Sonnenuntergang. Für uns war dieser Abstecher ein perfekter Ausklang.